Klinische Studien

 

Kontakt: Prof. Dr. J. Dunst, PD Dr. D. Rades, Prof. Dr. G. Kovacs

Brustkrebs

Teilbrustbestrahlung

Bei Patientinnen mit sehr günstigem Brustkrebs kann man wahrscheinlich anstelle der Standardbehandlung (Bestrahlung der ganzen Brust über einen Zeitraum von sechs Wochen) eine sog. Telbrustbestrahlung durchführen. Dabei wird nur der vom Tumor betroffene Anteil der Brust bestrahlt, und zwar von innen (s. auch Patienteninfo Brustkrebs).


Kehlkopf- und Rachenkrebs

Strahlentherapie plus Hemmung des EGF-Rezeptors

Patienten mit nicht-operierbaren Plattenepithel-Tumoren im Kopf-Hals-Bereich werden heutzutage (sofern möglich) mit einer simultane Strahlenchemotherapie behandelt. Diese Tumoren weisen meistens eine besonders hohe Expression des Rezeptors für den epidermalen Wachstumsfaktors (EGF-R) auf. Cetuximb, ein Antikörper gegen den EGF-Rezeptor, kann die Wirkung der Strahlentherapie bei diesen Tumoren verstärken. Wir prüfen in einer Pilotstudie zusammen mit sechs anderen Universitätskliniken, ob eine Kombination aller drei Verfahren (Bestrahlung plus Chemotherapie plus Cetuximab) noch wirksamer ist.


Darmkrebs

Präoperative Radiochemotherapie beim Rektumkarzinom (Darmkrebs)

Wir beteiligen uns (zusammen mit den anderen Einrichtungen am Campus Lübeck des UK-SH) an der multizentrischen deutschen Studie, in der geprüft wird, ob die Intensivierung der simultanen Chemotherapie während einer rpäoeprativen Radiotherapie bei fortgeschrittenem Darmkrebs die Ergebnisse der neoadjuvanten Therapie verbessert. Außerdem wird unter unserer Leitung in einer Studie geprüft, ob ein neues Medikament, das die Blutgefäßbildung in Tumoren hemmt, zur Strahlenverstärkung eingesetzt werden kann.



Metastasen

Oligometastasierung (begrenzte Metastasierung)

Bei Vorliegen von hämatogenen Metastasen sind die meisten Krebserkrankungen nicht mehr definitiv heilbar. Patienten mit einer begrenzten Metastasierung (nur 1-3 Metastasen erkennbar, sog. Oligometastasierung) haben möglicherweise einen günstigeren Krankheitsverlauf. In verschiedenen Studien prüfen wir, ob man bei ausgewählten Patienten mit metastasiertem Brust- oder Darmkrebs das Voranschreiten der Erkrankung verzögern kann, indem zusätzlich zur Chemo- oder Hormontherapie eine gezielte Bestrahlung der Metastasen erfolgt.



Experimentelle Projekte

Zurzeit befindet sich die strahlenbiologische Arbeitsgruppe (Hauptforschungsthema: Tumorhypoxie; Kooperation mit dem Institut für Physiologie) noch im Aufbau.